Der ultimative ChatGPT-Prompt für deine Website-Texte
Prompting & workflows

Der ultimative ChatGPT-Prompt für deine Website-Texte

Nelija
5 May 202615 min read
Contents

Ein guter ChatGPT-Prompt für Website-Texte liefert dem Modell Zielgruppe, Problem, Nutzen, Beweise und Markenstimme – und fragt nach, statt zu raten. Dieser Artikel zeigt dir den kompletten Workflow von der Vorarbeit bis zum fertigen Seitentext, mit einem erprobten Master-Prompt zum Kopieren.

Du weißt, dass deine Website mehr können müsste. Offline läuft's, aber online passiert zu wenig. Besucher kommen, aber sie fragen nicht an. Das liegt meistens nicht an deiner Leistung. Es liegt daran, dass niemand auf deiner Seite innerhalb von drei Sekunden versteht, für wen das Angebot ist, welches Problem du löst und was der nächste Schritt wäre.

Das Ding ist: Die meisten Selbstständigen wissen nicht, wie man über sich selbst schreibt. Du kennst dein Fach, aber Positionierung und Kundensprache sind etwas anderes. Früher musstest du dafür einen Texter beauftragen. Marktübersichten nennen für professionelle Website-Texte ungefähr 50 bis 300 € pro Seite, für strategische SEO- und Positionierungsarbeit auch 500 bis 1.500 € pro Seite (Quelle, Quelle). Heute kannst du das mit ChatGPT selbst machen – wenn der Prompt stimmt.

Warum deine Website-Texte nicht verkaufen

Deine Website beschreibt, was du anbietest. Aber sie beantwortet nicht, warum jemand bei dir anfragen sollte. Der Unterschied ist riesig.

Typische Probleme:

  • Die Startseite spricht über dich statt über das Problem der Zielgruppe.
  • Der Hero-Bereich sagt „Willkommen" statt „Für wen ist das und was bringt es?".
  • Die Positionierung ist austauschbar: „individuelle Lösungen", „mit Leidenschaft", „maßgeschneiderte Konzepte" könnte auf jede Website passen.
  • Es fehlen Belege wie Ergebnisse, Kundenstimmen, Arbeitsweisen oder nachvollziehbare Beispiele.
  • Der Call-to-Action ist zu unverbindlich: „Mehr erfahren" statt „Erstgespräch anfragen".
  • Du versuchst, mehrere Zielgruppen gleichzeitig anzusprechen.
  • SEO wird mit Keyword-Wiederholung verwechselt.
  • ChatGPT bekommt zu wenig Kontext und produziert deshalb allgemeine Werbesprache.
  • KI-Ausgaben werden ungeprüft veröffentlicht: Fakten, Versprechen und rechtliche Aussagen können falsch sein.

Google hat am 26. März 2025 KI-Übersichten (AI Overviews) im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum ausgerollt (Quelle). Eine SISTRIX-Auswertung von über 100 Millionen Keywords zeigt, dass diese KI-Antworten in Deutschland bei ungefähr 20 % der untersuchten Suchanfragen erscheinen (Quelle). Das bedeutet: Deine Website konkurriert nicht mehr nur mit anderen Websites, sondern auch mit direkten KI-Antworten. Wer in diesen Antworten nicht auftaucht, wird seltener gefunden.

Google betont weiterhin klassische SEO-Grundlagen: Inhalte müssen crawlbar, indexierbar, hilfreich und qualitativ hochwertig sein (Quelle). Am 3. Juni 2026 hat Google zusätzliche Hinweise für Website-Betreiber veröffentlicht: Einzigartige, nicht austauschbare Inhalte, gute Seitenerfahrung sowie hochwertige Bilder und Videos werden hervorgehoben (Quelle).

Das heißt konkret: Deine Website-Texte müssen verständlich, spezifisch und nützlich sein – für Menschen und für KI-Suchmaschinen. Mehr dazu findest du in unserem Artikel GEO statt SEO: Warum dein Business in KI-Suchmaschinen sichtbar sein muss.

Vorarbeit: die 7 Fragen an dich selbst

Bevor du ChatGPT einen Prompt gibst, brauchst du Klarheit über dein Angebot. Die meisten schlechten Website-Texte entstehen nicht, weil das Modell schlecht ist, sondern weil die Positionierung fehlt.

Beantworte diese sieben Fragen schriftlich:

1. Für wen genau ist das Angebot?

Nicht „Unternehmen" oder „Selbstständige", sondern: Branche, Größe, Situation, Vorwissen, Entscheidungsrolle. Beispiel: Selbstständige Therapeuten mit eigener Praxis, die seit Jahren vor Ort arbeiten, aber online kaum gefunden werden.

2. Welches Problem ist dringend genug, dass die Person dafür bezahlt?

Beschreibe nicht nur das oberflächliche Problem, sondern die Folgen: Zeitverlust, Umsatzrisiko, Unsicherheit, Überforderung. Beispiel: Die Praxis ist voll mit Stammkunden, aber neue Anfragen kommen nur noch über Empfehlungen – und die werden weniger.

3. Welches Ergebnis versprichst du?

Das Ergebnis sollte verständlich und überprüfbar sein, ohne unrealistische Garantien. Beispiel: Eine Google-Business-Seite, die bei lokalen Suchanfragen in den Top 3 erscheint, plus eine Website, die Interessenten zur Terminanfrage führt.

4. Warum sollte die Zielgruppe dir glauben?

Sammle Erfahrung, Methode, Referenzen, Fachwissen, Zahlen, Zertifikate oder deine persönliche Perspektive. Beispiel: Seit 2018 Performance Marketing für lokale Anbieter, über 50 Google-Business-Profile optimiert, durchschnittlich 40 % mehr Anrufe nach drei Monaten.

5. Was unterscheidet dein Angebot von Alternativen?

Alternativen können Wettbewerber, eine interne Lösung, ein günstigerer Anbieter oder Nichtstun sein. Beispiel: Ich arbeite nur mit lokalen Anbietern, keine Agentur-Pakete, keine Vertragslaufzeit, du behältst alle Zugänge.

6. Welche Einwände verhindern die Anfrage?

Typische Einwände: Preis, Zeitaufwand, Risiko, fehlende Erfahrung, Vertragsbindung, Umsetzbarkeit, erwarteter Nutzen. Beispiel: „Ich hab schon Geld für SEO ausgegeben, das hat nichts gebracht."

7. Welche Handlung soll die Website auslösen?

Zum Beispiel Erstgespräch, Angebotsanfrage, Terminbuchung, Kauf, Download oder Newsletter-Anmeldung. Beispiel: 30-minütiges Kennenlerngespräch per Telefon oder Videocall.

Schreib die Antworten in ein Dokument. Das ist dein Briefing für ChatGPT.

Der Master-Prompt zum Kopieren

Dieser Prompt ist der Kern. Er gibt ChatGPT einen klaren Auftrag, fordert Rückfragen ein und verhindert, dass das Modell Fakten erfindet.

Du bist ein erfahrener deutschsprachiger Website-Texter, Positionierungsberater und Conversion-Redakteur.

Deine Aufgabe:
Entwickle die Texte für meine Website. Schreibe nicht sofort den finalen Text, sondern arbeite in klaren Schritten.

WICHTIGE REGELN:
- Erfinde keine Fakten, Referenzen, Kunden, Zahlen, Zertifikate oder Ergebnisse.
- Markiere fehlende Informationen mit [BITTE ERGÄNZEN].
- Verwende kein austauschbares Marketing-Vokabular wie „maßgeschneidert", „innovativ", „ganzheitlich" oder „mit Leidenschaft", außer ich liefere einen konkreten Beleg.
- Schreibe auf Deutsch.
- Sprich die Leserinnen und Leser mit „du" an.
- Schreibe klar, konkret und verständlich.
- Verwende kurze Absätze und aktive Verben.
- Erkläre Fachbegriffe.
- Formuliere keine unbelegbaren Erfolgsgarantien.
- Berücksichtige, dass der Text für Menschen und Suchmaschinen verständlich sein muss.
- Ordne Inhalte nach der Suchintention und dem Entscheidungsprozess der Zielgruppe.
- Jede wichtige Behauptung muss auf einer von mir gelieferten Information beruhen.

MEINE INFORMATIONEN:

Angebot:
[WAS BIETEST DU AN?]

Zielgruppe:
[WER SOLL KAUFEN?]

Region:
[WO BIETEST DU AN?]

Ausgangsproblem:
[WELCHES PROBLEM HAT DIE ZIELGRUPPE?]

Gewünschtes Ergebnis:
[WAS VERBESSERT SICH?]

Methode oder Ablauf:
[WIE ARBEITEST DU?]

Besonderheit:
[WAS MACHT DICH ANDERS?]

Beweise:
[REFERENZEN, ZAHLEN, ERFAHRUNG, ZERTIFIKATE, FALLBEISPIELE]

Angebot und Preislogik:
[WAS IST ENTHALTEN? GIBT ES PREISE ODER PREISRAHMEN?]

Häufige Einwände:
[WELCHE FRAGEN UND BEDENKEN GIBT ES?]

Markenstimme:
[ZUM BEISPIEL: DIREKT, RUHIG, ANALYTISCH, HERZLICH, HUMORVOLL]

Nicht verwenden:
[WÖRTER, THEMEN ODER VERSPRECHEN, DIE NICHT ZU MIR PASSEN]

SEO-Informationen:
Hauptkeyword: [KEYWORD]
Nebenkeywords: [KEYWORDS]
Suchintention: [INFORMATIONAL, KOMMERZIELL, TRANSAKTIONAL ODER LOKAL]
Regionale Begriffe: [OPTIONAL]

ARBEITSSCHRITTE:

1. Fasse meine Positionierung in einem Satz zusammen.
2. Beschreibe die Zielgruppe mit ihren wichtigsten Zielen, Problemen und Einwänden.
3. Prüfe, welche Informationen fehlen. Stelle mir höchstens 10 gezielte Rückfragen.
4. Entwickle danach eine Seitenstruktur für:
   - Startseite
   - Leistungsseite
   - Über-mich-Seite
   - FAQ
5. Begründe bei jeder Sektion kurz den Zweck.
6. Schreibe anschließend die Texte für die Startseite.

AUSGABE DER STARTSEITE:

1. SEO-Titel mit maximal sinnvoller Länge
2. Meta-Description
3. Hero:
   - Headline
   - Subheadline
   - primärer Call-to-Action
   - sekundärer Call-to-Action
4. Vertrauensabschnitt
5. Problemabschnitt
6. Lösungsabschnitt
7. Vorteile und Ergebnisse
8. Ablauf in drei bis fünf Schritten
9. Leistungsübersicht
10. Einwandbehandlung
11. FAQ
12. abschließender Call-to-Action

Für jede Sektion liefere:
- Überschrift
- finalen Entwurf
- kurze Begründung für die Platzierung
- verwendete Informationen aus meinem Briefing
- offene Punkte mit [BITTE ERGÄNZEN]

Erstelle danach drei Varianten für die Hero-Headline:
- sachlich
- emotional
- besonders konkret

Führe zum Schluss eine Qualitätskontrolle durch:
- Ist die Zielgruppe eindeutig?
- Ist der Nutzen konkreter als die Leistung?
- Gibt es unbelegte Aussagen?
- Gibt es austauschbare Formulierungen?
- Ist der Call-to-Action klar?
- Sind die SEO-Begriffe natürlich eingebaut?
- Klingt der Text wie meine angegebene Markenstimme?

Kopiere diesen Prompt in ChatGPT, fülle die Platzhalter mit deinen Antworten aus den sieben Fragen und starte den Dialog. Das Modell wird dir Rückfragen stellen. Beantworte sie so konkret wie möglich.

Hero, Leistungen, Über mich, FAQ – was reingehört

Hero

Der Hero-Bereich ist das Erste, was jemand sieht. Er muss innerhalb von drei Sekunden beantworten: Für wen ist das, welches Problem löst es, was ist der nächste Schritt?

Vermeide reine Leistungsüberschriften wie „Professionelle Beratung für dein Business". Formuliere stattdessen mindestens drei Varianten:

  • Ergebnisorientiert: „Deine Website soll nicht nur gut klingen, sondern passende Anfragen auslösen."
  • Problemorientiert: „Offline läuft's, online sieht dich kaum jemand? Das ändern wir."
  • Zielgruppenorientiert: „Für selbstständige Beraterinnen, die ihr Angebot klar positionieren wollen."

Der primäre CTA sollte die nächste konkrete Handlung nennen: „Erstgespräch anfragen", „Termin buchen", „Angebot anfordern". Nicht „Mehr erfahren".

Leistungen

Beschreibe jede Leistung in dieser Reihenfolge:

  1. Ausgangssituation
  2. Konkrete Leistung
  3. Erwartbarer Nutzen
  4. Ablauf oder Umfang
  5. Nächster Schritt

Schreibe nicht nur „SEO", „Strategie" oder „Beratung", sondern erkläre, was die Kundin tatsächlich erhält. Beispiel: „Ich optimiere dein Google Business Profile: Öffnungszeiten, Kategorien, Bilder, Bewertungen und Posts. Ziel: mehr Anrufe und Anfragen aus lokalen Suchanfragen."

Verwende keine Ergebniszahlen, wenn sie nicht dokumentiert und auf den konkreten Fall übertragbar sind.

Über mich

Beginne nicht zwingend mit dem Lebenslauf. Beantworte stattdessen:

  • Warum arbeitest du in diesem Bereich?
  • Welche Erfahrung ist für die Zielgruppe relevant?
  • Wie arbeitest du?
  • Was dürfen Kunden von der Zusammenarbeit erwarten?

Persönliche Informationen sind dann sinnvoll, wenn sie Vertrauen schaffen oder die Arbeitsweise verständlicher machen. Beispiel: „Ich arbeite seit 2018 mit lokalen Anbietern. Ich kenne die Frustration, wenn man Geld für SEO ausgibt und nichts passiert. Deshalb arbeite ich transparent, ohne Vertragslaufzeit, und du behältst alle Zugänge."

FAQ

Eine FAQ sollte Einwände und Entscheidungsfragen beantworten, nicht bloß weitere Keywords aufnehmen. Jede Antwort sollte direkt beginnen und anschließend die nötige Einordnung liefern.

Beispiel:

Wie lange dauert es, bis ich Ergebnisse sehe?
Erste Verbesserungen in der Google-Suche siehst du oft nach zwei bis vier Wochen. Mehr Anfragen kommen meist nach zwei bis drei Monaten, wenn die Optimierungen greifen und dein Profil regelmäßig aktualisiert wird.

Bei rechtlichen, medizinischen, finanziellen oder steuerlichen Themen ist eine fachliche Prüfung besonders wichtig. Wenn eine Antwort vom individuellen Fall abhängt, sollte das klar gesagt werden.

Vom KI-Text zu deiner Stimme

ChatGPT schreibt gut, aber nicht automatisch in deiner Stimme. Der Text klingt oft zu glatt, zu allgemein, zu werblich. So machst du ihn zu deinem:

1. Gib ChatGPT Originalformulierungen

Sammle Beispiele aus:

  • E-Mails an Kunden
  • Verkaufsgesprächen
  • Social-Media-Beiträgen
  • Kundenfeedback
  • Präsentationen

Bitte das Modell, wiederkehrende Merkmale zu analysieren: Satzlänge, Direktheit, Fachbegriffe, Humor, Anrede, typische Verben, Wörter, die du vermeidest.

2. Nutze einen separaten Überarbeitungs-Prompt

Überarbeite den folgenden Website-Text in meiner Stimme.

Meine Stimme:
- direkt, ruhig und fachlich
- kurze Sätze
- keine Superlative
- keine künstliche Dringlichkeit
- konkrete Beispiele statt allgemeiner Versprechen
- du-Anrede

Wichtig:
- Verändere keine Fakten.
- Erfinde keine Belege.
- Entferne austauschbare Marketingformulierungen.
- Markiere unklare oder unbelegte Aussagen.
- Gib zuerst den überarbeiteten Text und danach eine Liste der vorgenommenen Änderungen aus.

Text:
[TEXT EINFÜGEN]

3. Lies den Text laut vor

Künstliche Formulierungen fallen beim Hören schneller auf. Wenn du beim Vorlesen stolperst, stolpert auch der Leser.

4. Ersetze generische Aussagen durch konkrete Beispiele

Statt „Ich entwickle individuelle Lösungen" schreibe „Ich optimiere dein Google Business Profile, richte Meta Ads ein und schreibe die Texte für deine Landingpage."

5. Lass mindestens eine Person aus der Zielgruppe prüfen

Frag: Fühlst du dich angesprochen? Verstehst du den Nutzen? Würdest du anfragen?

6. Führe eine Faktenprüfung durch

Prüfe insbesondere Aussagen wie „garantiert", „sicher", „immer", „führend" oder „mehr Umsatz". Verwende Kundenstimmen nur mit Einwilligung und unverändertem Sinn.

Mehr zur Qualität von KI-Content findest du in unserem Artikel KI-Content vs. Mensch: Was Google 2026 wirklich rankt.

Beispiel-Output für einen fiktiven Anbieter

Damit du siehst, wie der Prompt in der Praxis funktioniert, hier ein vereinfachtes Beispiel:

Briefing:

  • Angebot: Website-Texte für selbstständige Beraterinnen
  • Zielgruppe: Beraterinnen mit bestehender Website, die zu wenige Anfragen erhalten
  • Problem: Besucher verstehen Angebot und Nutzen nicht schnell genug
  • Ergebnis: klare Positionierung und verständliche Seitentexte
  • Besonderheit: Kombination aus Kundeninterviews, Positionierung und Text
  • CTA: 30-minütiges Kennenlerngespräch

Möglicher Hero-Entwurf:

Deine Website soll nicht nur gut klingen, sondern passende Anfragen auslösen.
Ich entwickle klare Website-Texte für selbstständige Beraterinnen, die ihr Angebot verständlich positionieren und Interessentinnen sicher zur nächsten Handlung führen wollen.
CTA: Kennenlerngespräch anfragen

Möglicher Problemabschnitt:

Deine Website erklärt, was du anbietest. Trotzdem fragen Besucherinnen nicht an? Häufig liegt es nicht an deiner Leistung, sondern daran, dass Nutzen, Zielgruppe und nächster Schritt nicht schnell genug erkennbar sind. Ich übersetze dein Fachwissen in Texte, die deine Wunschkundinnen verstehen und auf ihre wichtigsten Fragen antworten.

Möglicher Ablauf:

  1. Wir klären Zielgruppe, Angebot und Positionierung.
  2. Wir sammeln typische Fragen, Einwände und Kundenformulierungen.
  3. Ich entwickle Seitenstruktur, Botschaften und Textentwürfe.
  4. Du prüfst Fakten, Tonalität und fachliche Details.
  5. Wir überarbeiten den Text bis zur finalen Fassung.

Dieser Output ist bewusst nicht spektakulär formuliert. Er zeigt, dass gute Website-Texte vor allem durch konkrete Zielgruppen-, Problem- und Nutzenangaben entstehen, nicht durch besonders viele Adjektive.

Typische Fehler beim ChatGPT-Prompt für Website-Texte

Die meisten Fehler passieren nicht im Modell, sondern im Briefing und in der Nachbearbeitung:

  • Nur „Schreibe eine professionelle Startseite" eingeben.
  • Zielgruppe und Kaufkontext nicht beschreiben.
  • ChatGPT keine Originaldaten, Beispiele oder Belege geben.
  • Hauptkeyword erzwingen und dadurch unnatürlich wiederholen.
  • Eine lange Seite erzeugen lassen, ohne Informationsarchitektur vorzugeben.
  • Positionierung, Recherche und Text in einem unkontrollierten Schritt vermischen.
  • Keine Rückfragen zulassen.
  • Den ersten Entwurf als final betrachten.
  • Fakten und rechtliche Aussagen nicht prüfen.
  • Sich auf erfundene Studien, Quellen oder Kundenstimmen verlassen.
  • Die eigene Stimme erst nach Veröffentlichung berücksichtigen.
  • CTA, interne Verlinkung, Meta-Daten und mobile Lesbarkeit vergessen.

Wenn du mehr über die Grundlagen von SEO und GEO erfahren willst, lies unseren Artikel SEO-Grundlagen & Quick-Wins.

Checkliste vor dem Livegang

Bevor du die Texte veröffentlichst, geh diese Punkte durch:

Punkt Geprüft?
Ist die Zielgruppe eindeutig? ☐
Ist das Problem konkret beschrieben? ☐
Ist der Nutzen konkreter als die Leistung? ☐
Gibt es unbelegte Aussagen? ☐
Gibt es austauschbare Formulierungen? ☐
Ist der Call-to-Action klar und konkret? ☐
Sind die SEO-Begriffe natürlich eingebaut? ☐
Klingt der Text wie deine Stimme? ☐
Sind Fakten, Zahlen und Versprechen geprüft? ☐
Sind Meta-Titel und Meta-Description gesetzt? ☐
Sind interne Links gesetzt? ☐
Ist der Text auf dem Smartphone lesbar? ☐
Ist die FAQ mit echten Fragen gefüllt? ☐
Ist der Text von einer Person aus der Zielgruppe geprüft? ☐

Wenn du alle Punkte abhaken kannst, ist der Text bereit.

Was ich anders machen würde, wenn ich nochmal anfangen müsste

Ich würde nicht mehr versuchen, alle Seiten auf einmal zu schreiben. Ich würde mit der Startseite beginnen, sie live schalten, Feedback sammeln und dann die nächste Seite angehen. Perfektion ist der Feind von „live".

Ich würde die Positionierung nicht überspringen. Die meisten schlechten Website-Texte entstehen, weil die Zielgruppe, das Problem und der Nutzen unklar sind. ChatGPT kann das nicht für dich klären.

Ich würde keine Keywords erzwingen. Ich würde sie natürlich in Überschriften, Texten und Meta-Daten einbauen, aber nicht auf Kosten der Verständlichkeit.

Ich würde jeden Text laut vorlesen, bevor er live geht. Wenn er beim Vorlesen holprig klingt, klingt er auch beim Lesen holprig.

Ich würde keine Versprechen machen, die ich nicht belegen kann. Keine „garantierten Ergebnisse", keine „führenden Lösungen", keine erfundenen Kundenstimmen.

Ich würde die FAQ mit echten Fragen füllen. Nicht mit Keywords, sondern mit den Fragen, die mir Interessenten am Telefon stellen.

Ich würde die Texte nicht als „fertig" betrachten. Ich würde sie alle drei Monate prüfen, überarbeiten und an neue Erkenntnisse anpassen.

Mehr zur Optimierung von Kampagnen und Inhalten findest du in unserem Artikel Kampagnen optimieren.

Häufige Fragen

Kann ChatGPT komplette Website-Texte für mich schreiben?

ChatGPT kann Entwürfe schreiben, wenn du ihm Zielgruppe, Problem, Nutzen, Beweise und Markenstimme lieferst. Du musst Fakten prüfen, die Stimme anpassen und rechtliche Aussagen kontrollieren. Der Prompt ist das Briefing, nicht die Lösung.

Wie muss ich einen ChatGPT-Prompt für Website-Texte formulieren?

Gib dem Modell eine klare Rolle, konkrete Informationen aus deiner Vorarbeit, Regeln gegen erfundene Fakten und einen schrittweisen Arbeitsablauf. Lass es Rückfragen stellen, bevor es schreibt. Der Master-Prompt in diesem Artikel zeigt die Struktur.

Wie verhindere ich, dass mein KI-Text austauschbar klingt?

Gib ChatGPT Originalformulierungen aus deinen E-Mails, Gesprächen und Posts. Lass es deine Stimme analysieren und verwende einen Überarbeitungs-Prompt. Ersetze generische Aussagen durch konkrete Beispiele aus deiner Arbeit.

Sind mit ChatGPT erstellte Website-Texte gut für Google?

Google bewertet Inhalte nach Qualität, Verständlichkeit und Nutzen, nicht nach der Herkunft. KI-Texte, die spezifisch, hilfreich und fachlich geprüft sind, können gut ranken. Austauschbare oder fehlerhafte Texte ranken schlecht, egal ob von Mensch oder Maschine geschrieben.

Kann ich ChatGPT für SEO-Texte und Meta-Descriptions verwenden?

Ja. Gib dem Modell das Hauptkeyword, die Suchintention und die Zielgruppe. Lass es mehrere Varianten für Meta-Titel und Meta-Description schreiben. Wähle die Variante, die am klarsten das Ergebnis beschreibt, und prüfe die Länge.

Was kostet es, Website-Texte professionell schreiben zu lassen?

Marktübersichten nennen ungefähr 50 bis 300 € pro Seite für einfache Texte, 500 bis 1.500 € für strategische SEO- und Positionierungsarbeit. Mit ChatGPT und eigener Vorarbeit kannst du die Kosten auf null bis 50 € pro Seite senken, wenn du Recherche, Überarbeitung und Prüfung selbst machst.

Wie lange dauert es, Website-Texte mit ChatGPT zu erstellen?

Die Vorarbeit (sieben Fragen beantworten) dauert ein bis zwei Stunden. Der Dialog mit ChatGPT dauert 30 bis 60 Minuten pro Seite. Die Überarbeitung, Faktenprüfung und Anpassung dauert nochmal 30 bis 60 Minuten. Insgesamt kannst du eine Startseite in drei bis vier Stunden fertigstellen.

Muss ich rechtliche Aussagen prüfen, wenn ChatGPT sie geschrieben hat?

Ja. ChatGPT kann keine rechtliche Beratung geben und keine Haftung übernehmen. Prüfe alle Aussagen zu Garantien, Widerrufsrechten, Datenschutz, Impressum, Preisen, Leistungen und Verträgen fachlich oder lass sie von einem Anwalt prüfen.

Du musst nicht alles können. Du musst nur anfangen.

Die meisten Selbstständigen warten, bis sie „genug wissen", um ihre Website-Texte zu schreiben. Aber genug wissen wirst du nie. Du wirst es erst beim Schreiben lernen.

Der Trick ist: Du musst nicht alles auf einmal machen. Beantworte die sieben Fragen. Kopiere den Master-Prompt. Schreib die Startseite. Lass sie von einer Person aus deiner Zielgruppe prüfen. Überarbeite sie. Dann schalte sie live.

Du kannst die Leistungsseite nächste Woche schreiben. Die Über-mich-Seite übernächste Woche. Die FAQ danach. Aber fang heute an.

Deine Website-Texte sind nicht dein Meisterwerk. Sie sind dein Werkzeug. Sie müssen nicht perfekt sein. Sie müssen verständlich sein, ehrlich sein und deine Zielgruppe zur nächsten Handlung führen.

Wenn du das hinbekommst, hast du mehr erreicht als 90 % der Websites von Selbstständigen.

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Mehr zum Thema Website-Erstellung mit KI findest du in unserem umfassenden Guide Website erstellen mit KI.

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